Basel/Schweiz    •    25. April 2017

Alkoholverbot in Jugendhäusern wird zur Existenzfrage

Die Politik hat den Basler Jugendhäusern „ein Ei gelegt“, so sieht es jedenfalls die Internetplattform „barfi.ch“. Bei der Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes erlaubte das Parlament Schwimmbädern und Jugendhäusern, uneingeschränkt Alkohol auszuschenken. Die Christdemokratische Volkspartei (CVP) im Stadtrat ist dagegen und sieht den Jugendschutz gefährdet. Für Andrea Strahm von der CVP ist klar, dass das Verbot Sinn macht. Ein uneingeschränkter Konsum sei das falsche Signal. Jugendlichen den Umgang mit Alkohol beibringen zu wollen, sei naiv. Deshalb spricht sie sich für ein Referendum aus.

Alkohol

Städte in NRW planen Bierverbot vor Schulen und Kitas

beer 324906 1920klDie Stadt Köln will das Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum in der Umgebung von Schulen und Kindergärten verbieten. In der noch zu novellierenden Stadtverordnung sollen sogenannte Bierbannmeilen vorgeschrieben werden. Dann dürften im Umkreis von 100 Metern von Schulen und Kindergärten kein Alkohol und keine Drogen konsumiert werden.

Jugendschutz in Berlin

Minderjährige kamen problemlos an harten Alkohol

„Katastrophales Ergebnis für Supermärkte, ‚Spätis‘ und Kioske“! So kommentierte das Berliner Abendblatt (abendblatt-berlin.de / 25.05.) die Ergebnisse einer Testkauf-Aktion mit Jugendlichen: In 83 Prozent der Fälle kamen sie problemlos an harten Alkohol ran (was eine extrem hohe Negativquote darstellt, gemessen am Durchschnitt der meisten Erst-Testkäufe, die im Bundesdurchschnitt bei 60 bis 70 Prozent verbotener Abgabe liegen.

Online-Testkäufe

Kinder können Alkohol im Internet kaufen

onlineKinder und Jugendliche können im Internet problemlos Alkohol kaufen. Wie die Onlineseite der Tageszeitung Die Welt (www.welt.de) berichtet, zeigen dies Testkäufe des Verbraucherportals testbericht.de. Bei insgesamt 16 Onlineshops wurde Wodka oder Gin bestellt. 13 davon haben die Spirituosen an Minderjährige geliefert, darunter Galeria Kaufhof und Ebay. Dagegen war der Schnapseinkauf nicht möglich in den Onlineshops bei Amazon und Hitmeister. Dort wäre jeweils eine Altersverifikation nötig gewesen.


TV-Werbung soll zum Alkoholkonsum bei Jugendlichen führen

Alkoholwerbung im TV verführt Jugendliche zum Rauschtrinken. Das haüfige Sehen von Werbung erhöhe das Risiko des Komasaufens bis zu viermal, teilte die DAK-Gesundheit in Hamburg mit. Die in der Presse als "neue" Studie bezeichnete Untersuchung (zum Beispiel auf focus.de) fand schon zwischen 2008 und 2011 in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse und dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel (IFT-Nord) statt. Etwa 1500 Schüler im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Brandenburg sind befragt worden.


Prävention alkoholbedingter Jugendgewalt

Projekt in Baden-Württemberg erfolgreich abgeschlossen

Innenminister Reinhold Gall im Interview 3 IM vollQuelle Innenministerium • Leif PiechowskiAls Erfolg wertete der baden-württembergische Innenminister Reinhold Gall das kürzlich beendete Förderprogramm „Prävention alkoholbedingter Jugendgewalt“ – kurz PAJ - in seinem Land. Von Oktober 2010 bis Dezember 2014 habe man jungen Teilnehmern die Zusammenhänge von Alkoholkonsum und strafwürdigem Verhalten verdeutlicht. Oft sei bei Gewaltstraftaten von jungen Menschen zu viel Alkohol im Spiel.


Alkoholische Getränke

EU will das Mindestalter auf 18 Jahre anheben

00345569 Sefa Ugurlu • panthermediaEU-Politiker haben wieder mal den Alkoholmissbrauch entdeckt. Der Gesundheitsausschuss im EU-Parlament hat eine Resolution zur Beschränkung des Alkoholkonsums auf den Weg gebracht, über die das Parlament Ende April abstimmen soll. Die Initiative sieht vor, die Abgabe und den Konsum von Alkohol auf 18 Jahre EU-weit anzuheben - neben der Einführung eines Mindestpreises für Alkohol und Warnhinweisen für Schwangere. Wie auf der Internetseite derwesten.de zu lesen ist, hält die Bundesregierung wenig von der Forderung aus der EU.


Testkäufe

Erhebliche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz

716788 web R by FotoHiero pixelio.deFotoHiero • pixelio.deJugendliche Alkohol-Testkäufer haben in Frankfurt erhebliche Verstöße gegen die Jugendschutzvorschriften aufgedeckt. In mehr als jedem zweiten der 95 kontrollierten Supermärkte, Trinkhallen, Kioske, Tankstellen und Internetcafes konnten die Käufer Alkohol kaufen, berichtet Welt kompakt in ihrer Ausgabe vom 6. Februar 2015. Besonders schlecht schnitten Trinkhallen und Supermärkte ab, obwohl Letztgenannte mit Warnsystemen an den Kassen ausgestattet sind.

Alkoholverkaufsverbot soll abgeschafft werden

Die Landesregierung von Baden-Württemberg will das nächtliche Alkoholverkaufsverbot wieder abschaffen. Statt dessen soll es nach einem Bericht der Badischen Zeitung (Freiburg) Städten ermöglicht werden, das Alkoholtrinken an bestimmten Brennpunkten in den Kommunen zu verbieten.

Jugendschutz

Der Tagesspiegel: Harte Alkoholika an Jugendliche - In Berlin kein Problem!

In Berlin hat es wieder Alkohol-Testkäufe gegeben. Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat Jugendliche bei solchen Testkäufen begleitet. Wie schon in früheren Fällen war es auch diesmal für Jugendliche oft kein Problem, harten Alkohol zu kaufen. Die Ergebnisse sind für Ordnungsstadtrat Oliver Schworck (SPD) erschreckend: „In fast allen Fällen erhielten die Minderjährigen anstandslos die gewünschten hochprozentigen Getränke“, wird Schworck im Tagesspiegel zitiert (www.tagesspiegel.de). Wie auch schon bei vorangegangenen Aktionen dieser Art hielten sich die Einzelhändler nicht an das Jugendschutzgesetz (siehe auch jugendschutz-info.de vom 06.06.2016). In neun von zehn Fällen erhielten die Jugendlichen die gewünschten Alkoholika.

Testkäufe

Drogenbeauftragte kritisiert mangelnden Jugendschutz

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat die Kommunen aufgefordert, ihren Pflichten beim Jugendschutz nachzukommen. „Dass Jugendlichen trotz klarster Regelungen im Jugendschutzgesetz an nahezu jeder dritten Ecke Bier und Schnaps verkauft wird, kann und darf einfach nicht sein“, sagte Mortler laut bild.de der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (21.10.).

Jugendschutz-Hotline

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die Jugendschutz-Hotline:

0221/92 13 92-33

auskunft@mail.ajs.nrw.de

AJSArbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz
Landesstelle NRW. e.V.

(gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen)

Jugendschutz-Forum

32018

Ausgabe 3-2018

des Jugendschutz-Forum:

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Für einen starken Kinder- und Jugendschutz Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz.

Positionspapier 1

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