24.05.2018

Report Mainz : Massive Kritik am Jugendmedienschutz

Unabhängiger Beauftragter fordert Gesetzesänderungen und ein Schulfach Medienkompetenz - Bundesministerin Giffey will den Jugendmedienschutz modernisieren

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert gesetzliche Nachbesserungen beim Kinder- und Jugendschutz im Internet. Das sagte er laut dem Pressedienst presseportal.de im Interview mit dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz" (22.05., 21:45 Uhr im Ersten).

"Der Kinder- und Jugendschutz im Netz hinkt dem Internetzeitalter meilenweit hinterher. Es besteht ganz dringender Handlungsbedarf. Ich fordere von der Politik, dass sie die Internetanbieter viel stärker in die Pflicht nimmt als bisher. Sie müssen verpflichtet werden, maximalen Schutz für Kinder und Jugendliche zu garantieren." Außerdem dringt der Beauftragte für sexuellen Kindesmissbrauch auf die Etablierung eines Schulfachs Medienkompetenz.

Eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums erklärte auf Nachfrage von "Report Mainz", das derzeitige Recht sei noch auf dem Stand von Browsern und Konsolen. Es könne nicht mehr den Risiken ausreichend begegnen. Das Bundesfamilienministerium möchte zukunftsfähige rechtliche Regeln schaffen, die auch durchgesetzt werden. Ministerin Giffey verfolge das Ziel, in dieser Legislaturperiode den gesetzlichen Rahmen für einen modernen Kinder- und Jugendmedienschutz zu setzen.

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