Bushido gegen Bundesprüfstelle: Beschwerde des Rappers gegen die BPjM stattgegeben

Der 19. Senat des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluss vom 3. Juni 2015 der Beschwerde des Rappers Bushido in einem Eilverfahren stattgegeben. Bushido hatte sich gegen Entscheidungen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) vom 5. September 2013 gewandt. Mit diesen Entscheidungen hatte die Bundesprüfstelle den Tonträger "NWA" und das Musikvideo "Stress ohne Grund" gestützt auf das Jugendschutzgesetz in die Liste jugendgefährdender Medien aufgenommen. Hauptinterpret des Tonträgers und auch des Videos ist der Rapper Shindy; Bushido ist für einen Teil der für indizierungsrelevant gehaltenen Titel auf der CD sowie für das Video als "featured artist" angegeben. Das Verwaltungsgericht Köln hatte Bushidos Eilantrag abgelehnt.


Medien

Handyverbot an Schulen soll Leistungen verbessern

handyschuleLupo • pixelio.deEin Verbot von Mobilgeräten an Schulen könnte sich einer aktuellen Studie zufolge positiv auf die Leistungen der Schüler auswirken. Über die Studie wurde in mehreren Medien (u.a. heise.de, sueddeutsche.de, welt.de) berichtet. 16-jährige Schüler haben demnach durchschnittlich sechs Prozent bessere Ergebnisse erzielt, lautet das Resultat von Forschern der Londoner School of Economics. Das entspreche ungefähr dem Effekt einer zusätzlichen Unterrichtswoche im Schuljahr. Am stärksten profitierten leistungsschwache Schüler aus einkommensarmen Familien von einem Handyverbot. Das Leistungsplus liege hier doppelt so hoch wie beim Durchschnitt. Dagegen sei bei schon besonders guten Schülern kaum ein Effekt zu bemerken.


ProSieben fordert Unterlassung

Kölner Arzt kritisiert Sendung "Germany's Next Topmodel"

Wie berichtet, will die Medienanstalt Berlin-Brandenburg über die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) die ProSieben-Castingshow "Germany's Next Topmodel" auf mögliche Jugendschutz-Verstöße überprüfen lassen (siehe jugendschutz-info.de). Der Privatsender begrüßt die Entscheidung, da er sich nichts vorzuwerfen hätte. "ProSieben nimmt das Thema Jugendschutz sehr ernst." Bei allen Prüfungen durch "unabhängige Aufsichtsgremien" sei die Sendung so eingestuft worden, dass Kinder ab sechs Jahren sie hätten sehen dürfen.


Jugendschutz beim Fernsehen

Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) soll Germany's Next Topmodel prüfen

Die ProSieben-Show Germany's Next Topmodel (GNTM) wird womöglich wegen jugendgefährdender Wirkung geprüft. Das bestätigte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) der Neuen Osnabrücker Zeitung (Online-Ausgabe). Zuvor hatte der Verein Pinkstinks in einer Online-Petition die erneute Kontrolle des Formats gefordert. Hintergrund ist eine Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), in der ein Zusammenhang zwischen Essstörungen und dem Sendeformat GNTM beschrieben wird.


Kinder und Medien

Schwesig will Jugendschutz im Internet verbessern

Fotolia 6621733 XSFotolia V • FotoliaFamilienministerin Schwesig will nach einem Bericht der Tageszeitung DIE WELT vom 15. April noch in diesem Jahr zu einer Novellierung der Gesetze zum Jugendmedienschutz kommen, um Kinder und Jugendliche auch im Internetzeitalter wirksam vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen. Ein hohes Ziel, das sie sich gesteckt hat – welches aber auch mit viel Willen nicht so einfach zu erreichen ist. Trotzdem ist Schwesig von ihrer Absicht überzeugt. Der Zeitung sagte sie, dass "wir das Jahr 2015 nutzen werden, um gemeinsam mit den Ländern zu abgestimmten Regelungen im Jugendmedienschutz zu kommen".


Aufklärung und Service

Jugendmedienschutz soll international werden

Das Bundesfamilienministerium will einen "Entwicklungsfonds Jugendmedienschutz" auflegen, mit dem technische Innovationen zum Jugendschutz finanziell gefördert werden sollen. Insbesondere geht es dabei um eine Übereinkunft, dass eine international kompatible Jugendschutzsoftware automatisch auf Endgeräten wie Tablets und Smartphones vorinstalliert ist und nicht erst umständlich heruntergeladen werden muss ("safety by design"). Eine solche Software könnte zum Beispiel altersbeschränkte Angebote automatisch aussortieren. Das vom Familienministerium geförderte Zentrum für Kinderschutz im Internet (KiZ) sei dazu bereits mit den Unternehmen im Gespräch, hieß es aus dem Ministerium.


12. Mai 2015 im Hospitalhof in Stuttgart

ajs-Jahrestagung 2015

ajsbwSie sind die Generation Social Media oder die Generation Praktikum, werden als Komasäufer, Nesthocker, Digital Natives und pragmatische Karrieristen bezeichnet: Das Bild von Jugend ist vielfältig und widersprüchlich. Die Jugend macht ihr eigenes Ding und versucht so gut wie möglich zurecht zu kommen. Die Erwachsenen verstehen die Jugend nicht (mehr). Schon gar nicht, wenn sie von ihr erwarten, nonkonformistisch für neue Gesellschaftsentwürfe einzutreten, die auch die „Alten“ nicht haben.

Weshalb ist „die“ Jugend so, wie sie angeblich ist? Wie geht sie mit einer Situation um, in der alle Lebensbereiche dem Diktat der ökonomischen Verwertbarkeit unterworfen zu sein scheinen, in der es gilt, ständig ein „unternehmerisches Selbst“ zu zeigen und dabei die eigenen Leistungen fortwährend zu inszenieren wie auch bewerten zu lassen. Einer Gesellschaft, in der Scheitern immer dem Individuum angelastet wird und Solidarität nur selten spürbar ist. Einer Gesellschaft, in der ein Rückzug ins Private und in den Konsum legitime Mittel sind, um dem sich von den alltäglichen Zumutungen zu erholen.


Jugendmedienschutz

Zwei weitere Jugendschutzprogramme anerkannt

boxshotQuelle www.surf-sitter.de • PresseDie Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat in ihrer Sitzung am 11. März zwei weitere Jugendschutzprogramme unter Auflagen anerkannt. Das auf einem WLAN-Router aufsetzende Jugendschutzprogramm SURF SITTER Plug & Play der Cybits AG ist als Gesamtlösung zum Schutz einer Familie oder einer Gruppe von Benutzern (z.B. in Kindergärten, Schulen und Jugendeinrichtungen) konzipiert. Alle Benutzer, deren internetfähigen Geräte über diesen Router ins Internet gelangen, können – je nach Einstellung – geschützt werden. Für Eltern ist über den Router aber auch ungeschütztes Surfen möglich. Das Jugendschutzprogramm SURF SITTER PC (Vollversion) der Cybits AG ist eine Filterlösung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung des Internets über einen WindowsPC basierenden Computer. (Nähere Informationen zu Downloadmöglichkeiten finden Sie unter www.surf-sitter.de.


Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

50 Verstöße im zweiten Halbjahr 2014 festgestellt

707322 web R by Joerg Trampert pixelio.deJoerg Trampert • pixelio.deDie Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat im zweiten Halbjahr 2014 insgesamt 50 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. 18 davon kommen aus dem Rundfunk-, 32 aus dem Telemedienbereich (Internet). Die KJM beschloss – je nach Art und Schwere der Verstöße – Beanstandungen, Untersagungen und/oder Geldbußen. 

 Die entsprechenden Verwaltungs- und Ordnungswidrigkeitenverfahren führen die jeweils zuständigen Landesmedienanstalten durch. Strafrechtlich relevante Inhalte geben die Landesmedienanstalten an die zuständigen Staatsanwaltschaften ab. Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter www.kjm-online.de.

logo kjmDie Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ist die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten bundesweiten Fernsehen sowie im Internet. Ihre Aufgabe ist es, für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu sorgen und im Rahmen der regulierten Selbstregulierung die Selbstverantwortung der Anbieter zu fördern. (ju-info 15.02.2015)

 


Internet

Jugendschutzfilter sind oft zu nachlässig

logo kjmViele Jugendschutzfilter für das Internet haben Lücken. Die größten Defizite zeigen sich bei der Zuverlässigkeit und der Altersdifferenzierung. Das zeigt eine neue Auswertung von jugendschutz.net im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)..Überprüft wurden elf Filter von acht Herstellern. Zuverlässig waren die Filterquoten bei pornografischen Seiten. Bei Gewaltdarstellungen und Rassismus wurde jedoch jedes zweite Angebot falsch behandelt. Mängel gab es auch bei Angeboten wie Foren, Chats und Online-Communities. Keiner der getesteten Filter konnte eventuell gefährdende Beiträge erkennen.


Mediensucht

Forscher prophezeit Smartphone-Verbot

Fotolia 52935729 M ohne SchulterDan Race • FotoliaDer Zukunftsforscher Matthias Horx glaubt, dass Medien-Süchtige bald sanktioniert werden wie Raucher. Angesichts des Einflusses der digitalen Welt erwartete er eine „Kultur der Störung“ und prophezeit ein baldiges Smartphone-Verbot in der Öffentlichkeit. Medien sind „allgegenwärtig, multi-kanal, mobil, interaktiv geworden – und gleichzeitig immer flacher, schneller, unbedeutender. „Die Klick-Logik führt zu einer Beliebigkeit, die alles in Bedeutungslosigkeit verwandelt“, stellt Horx im Interview mit dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel fest. (ju-info 24.01.2015)

Jugendschutz-Hotline

Fragen zum Jugendschutz?
Wir empfehlen
die Jugendschutz-Hotline:

0221/92 13 92-33

auskunft@mail.ajs.nrw.de

AJSArbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz
Landesstelle NRW. e.V.

(gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen)

Jugendschutz-Forum

42018

Ausgabe 4-2018

des Jugendschutz-Forum:

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Für einen starken Kinder- und Jugendschutz Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz.

Positionspapier 1

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