24.07.2018

moviepilot.de

Der Jugendschutz von Amazon Prime Video ist nutzlos

Der Jugendschutz von Amazon weist große Lücken auf. Das liegt nicht an den Kindersicherungseinstellungen, sondern an einem unkontrollierten Content-Wildwuchs.

American Slasher ist ein Horrorfilm, in dem ein Killer junge Leute mit einer Handharke um die Ecke bringt. Er ist billig gefertigt, mit Amateurdarstellern besetzt und es ist ein Wunder, dass er einen IMDB-Eintrag hat. Die Splatter-Effekte sind nicht der Rede wert, für anständigen Gore fehlten ebenfalls die künstlerischen (und wohl auch kreativen) Mittel. American Slasher ist alles in allem harmlos, obwohl aus einer Menschenstirn drei Blut-Blüten quellen, nachdem die Harke sie zielsicher einstößt, und dergleichen mehr. Aber das ist nicht der Punkt. American Slasher wäre mit den Jugendschutz-Grundeinstellungen barrierelos bei Amazon Prime abrufbar. Der seltsame kleine Horrorfilm steht exemplarisch für zwar hochintelligente Jugendschutzvorkehrungen bei dem Streaming-Dienst, die jedoch vollkommen nutzlos sind, da Amazon seine endlose Content-Schwemme nicht überwacht. Amazons Film- und Clip-Ozean ist, abseits der gepflegten Startseite mit den US-Komödien, 1990er Jahre-Sitcoms und Bibi Blocksberg-Staffeln, einfach nicht kontrollierbar.

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