12.12.2019

kirche und Leben (Online-Magazin)

Bischöfe erlassen neue Regeln zum Umgang mit Missbrauch

Die katholische Kirche geht bei der Bekämpfung von sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen einen weiteren Schritt: Am Montag veröffentlichte die Deutsche Bischofskonferenz ihre überarbeiteten Regeln zum Umgang mit Verdachtsfällen. Sie sind als Konsequenz aus der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie vor einem Jahr weiter verschärft worden.

Die wesentlichen Neuerungen: Formal sind die Leitlinien erstmals als „Ordnung“ beschlossen worden, sie treten durch Veröffentlichung in den jeweiligen Amtsblättern in Kraft und erlangen damit Gesetzeskraft. Das soll zu Beginn des kommenden Jahres sein. Inhaltlich wird verstärkt die Perspektive der von sexuellem Missbrauch betroffenen Menschen eingenommen. Dabei schließen die Bischöfe neben den Minderjährigen auch die „hilfebedürftigen Erwachsenen“ wie Menschen mit Behinderungen ein. Zudem übernimmt die Kirche explizit auch Verantwortung für bereits verstorbene Täter.

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