Trauer um Wolfgang Gernert

Früherer Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder-und Jugendschutz verstorben

59946Prof. Dr. W. Gernert. Foto: LWLDer ehemalige Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ), Prof. Dr. Wolfgang Gernert, ist am 12.Januar im Alter von 78 Jahren in Münster verstorben. Gernert war vor seiner BAJ-Zeit viele Jahre Vorsitzender der Kath. Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Nordrhein-Westfalen und gleichzeitig von 1987 bis 1989 Vorsitzender der Aktion Jugendschutz (AJS) Landesarbeitsstelle NRW in Köln(heute: Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle NRW e.V.). Vor seiner Wahl in den BAJ-Vorstand war Gernert Schriftleiter der Zeitschrift »Jugendschutz« (Heute: Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis).


E-Zigaretten/E-Shishas

„Entwurf zum Jugendschutzgesetz muss ergänzt werden“

Nach der Anhörung im Bundestag zum Verbot von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas für Jugendliche hat die CDU/CSU-Fraktion eine Ergänzung zum vorgelegten Gesetzentwurf (Änderung des Jugendschutzgesetzes–JuSchG- und des Jugendarbeitsschutzgesetzes-JArbSchG) gefordert. Nach Meinung des jugendpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg, und des zuständigen Berichterstatters, Markus Koob, müssen auch herkömmliche Wasserpfeifen, mit denen der Dampf nicht tabakhaltiger Inhaltsstoffe (wie Flüssigkeiten, Kräutermischungen, von Dampfsteinen), für Kinder und Jugendliche verboten werden. Sie sehen in dem Rauchen solcher Produkte eine Gesundheitsgefährdung für die Heranwachsenden. Wie in der Pressemitteilung vom 12. Januar zu lesen ist, wird sich die CDU/CSU-Fraktion „dafür stark machen, dass die Novelle des Jugendschutzgesetzes im parlamentarischen Verfahren ergänzt und verbessert wird“.


Jugendschutz

Abgabeverbot von Energy-Drinks bei Jugendlichen?

Kaum ist das Verbot von E-Zigaretten und E-Shishas für Jugendliche auf den Weg gebracht worden (siehe Gesetzentwurf zur Änderung des Jugendschutzgesetzes, Bundestagsdrucksache 18/6858), mehren sich die Stimmen, die die gleiche Regelung für die Abgabe von Energy-Drinks fordern. Die 18-Altersgrenze vertreten neben der Verbraucherorganisation foodwatch und der Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen Experten der Weltgesundheitsorganisation, der Verbraucherzentrale Bundesverband sowie Verbraucherschutzpolitiker von SPD und Grünen.

Novelle der Spielverordnung (SpielV)

Mehr Jugendschutz durch technische Sicherung

Seit dem 10. November 2015 gilt nach der Spielverordnung eine neue Regel für das Bereitstellen von Glücksspielautomaten. Nunmehr muss der Gewerbetreibende bereits ab dem ersten Automaten neben der ständigen Aufsicht durch zusätzliche technische Sicherungsmaßnahmen an den Geräten sicherstellen, dass gemäß § 6 Absatz 2 Jugendschutzgesetz (JuSchG) keine Kinder und Jugendlichen spielen können. Wie auf dem Online-Portal der AJS in NRW zu lesen ist (www.ajs.nrw.de), kann diese zusätzliche Sicherungsmaßnahme im Sinne von § 3 Absatz 1 Satz 3 Spielverordnung (SpielV) beispielsweise durch den Einsatz eines verschließbaren Ein-/Ausschalters oder durch ein Abschalten des Gerätes mittels Fernbedienung von der Theke aus genügt werden. (jugendschutz-info.de 30.11.15)


Alkoholprävention

Städte fordern besseren Schutz für Kinder und Jugendliche

Die Städte verlangen von Bund und Ländern eine intensivere Kooperation und Unterstützung bei der Präventionsarbeit gegen den Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen. Welche konkreten Möglichkeiten es dazu gibt, welche sich schon in der Präventionsarbeit bewährt haben und welche Erwartungen sich an Bund und Länder richten, dazu hat der Deutsche Städtetag jetzt ein Positionspapier als Handreichung für die Praxis erarbeitet und veröffentlicht (http://www.staedtetag.de).


E-Zigaretten und E-Shishas

Bundesregierung will Abgabeverbot im Jugendschutzgesetz

Die Bundesregierung hat beschlossen, die Abgabe und den Konsum von Tabakwaren auf E-Zigaretten und E-Shishas an Jugendliche zu verbieten. Der Beschluss vom 4. November bezieht sich auf den Gesetzentwurf der Bundesfamilienministerin, der schon vor einigen Monaten in Umlauf gebracht worden war (Gesetzentwurf zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas).


Hilfe zur Erziehung

Jugendämter überprüfen häufiger Kindeswohl

Die Jugendämter in Deutschland überprüfen immer häufiger, ob das Wohl eines Kindes gefährdet ist. Rund 124 000 solcher Verfahren wurden 2014 abgeschlossen. Das waren 7,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am 12. September mitteilte (https://www.destatis.de). Dabei stellten die Fachleute 18 600 Mal eine akute Gefährdung wegen Vernachlässigung, psychischer Misshandlung, physischer Gewalt oder sexuellen Missbrauchs fest. Das war ein Anstieg von 8,2 Prozent innerhalb eines Jahres. In 22 400 Verfahren konnte diese Gefahr nicht ausgeschlossen werden, plus 4,7 Prozent ("latente Kindeswohlgefährdung"). In den meisten Fällen wurde jedoch keine Kindesgefährdung ausgemacht (83 100).


Jugendschutz

E-Zigaretten dürfen weiter frei verkauft werden

Die umstrittenen E-Zigaretten (Artikel: Kölner Express) sind nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom November des letzten Jahres keine Arzneimittel. Damit benötigen die nikotinhaltigen Flüssigkeiten, die in den Elektrozigaretten verdampft werden, auch keine Zulassung. E-Zigaretten-Raucher (weiterer Artikel im Kölner Express)  können ihre Genussmittel also weiter frei an Supermarktkassen, in Tabakläden oder im Internet kaufen. Für eine Einstufung als Arzneimittel fehle es aber am therapeutischen Zweck sowie einer positiven gesundheitlichen Wirkung, die ein Medikament normalerweise habe, entschied das Gericht in Leipzig (BVerwG 3 C 25.13 vom 20.11.2014). Es gab damit schon im Herbst 2014 den Klagen einer Ex-Ladenbesitzerin aus Wuppertal sowie von Herstellern von E-Zigaretten in dritter und letzter Instanz Recht.


E-Zigaretten

Einstiegsdroge oder Ausstiegshilfe - Studie soll dies untersuchen

696403 web R B by Dirk Kruse pixelio.deDirk Kruse • Pixelio.deVerführen E-Zigaretten und Co. eher dazu, irgendwann auch zur "echten" Zigarette zu greifen, oder können sie den konventionellen Tabakkonsum bei Jugendlichen eindämmen? Die Frage soll ein Forschungsprojekt des Instituts für Suchtforschung (FH Frankfurt) klären. Der Titel der Studie lautet: "Der Konsum von elektronischen Dampferzeugnissen unter Jugendlichen". Gefördert wird das Projekt vom Bundesgesundheitsministerium.


Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland

Bildschirmfoto 2015 07 31 um 09.13.56Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz haben das Positionspapier »Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.« veröffentlicht. Anlass dazu gab der aktuelle Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien vom 21./22.05.2015, der am 01. Juli diesen Jahres veröffentlicht wurde (https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf).


Diskotheken stehen unter Anpassungsdruck

681066 web R B by Marco Karch pixelio.deMarco Karch • pixelio.deEine der relevanten Orte, die auch den Jugendschutz tangieren, die Disco, ist in der Krise. Eine alternde Gesellschaft und veränderte Freizeitgewohnheiten (Stichworte: Internet und Computerspiele) führen zu sinkenden Gästezahlen. Vor allem die großen Betriebe mit mehreren Tausend Quadratmetern Fläche, die „Gelddruckmaschinen der 90er-Jahre“, wie die Welt am Sonntag das nannte, haben immer größere Probleme, ihre überdimensionierten Tanzflächen voll zu kriegen. Im ersten Quartal dieses Jahres mussten laut Statistischem Bundesamt 28 Diskotheken und Tanzlokale Insolvenz anmelden, laut der WamS über 55 Prozent mehr als im Vorjahrszeitraum – darunter unter anderem die für Partygänger am Niederrhein beliebte Königsburg in Krefeld.

Jugendschutz-Hotline

Fragen zum Jugendschutz?
Wir empfehlen
die Jugendschutz-Hotline:

0221/92 13 92-33

auskunft@mail.ajs.nrw.de

AJSArbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz
Landesstelle NRW. e.V.

(gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen)

Jugendschutz-Forum

32018

Ausgabe 3-2018

des Jugendschutz-Forum:

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Für einen starken Kinder- und Jugendschutz Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz.

Positionspapier 1

Senden Sie uns Ihre Info's

Sie haben eine Information, möchten auf eine Veranstaltung hinweisen, dann schreiben Sie uns eine Nachricht

Wir nutzen Session-Cookies, um die verschlüsselte Verbindung zwischen Ihnen und unserem Server zu ermöglichen.
Eine weitere Nutzung erfolgt unsererseits nicht. Zur Nutzung der Social-Media-Button lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.
Datenschutzerklärung O. K.