13.12.22017

NRW

Präventionsprogramm "Wegweiser" wird ausgebaut

Die Landesregierung von NRW wird das Präventionsprogramm "Wegweiser" gegen gewaltbereite Salafisten fortsetzen. Laut der „Welt am Sonntag“ (10. Dezember) will Innenminister Herbert Reul (CDU) das von seinem Vorgänger Ralf Jäger (SPD) initierte Proramm nicht nur fortsetzen, sondern es darüber hinaus ausbauen. Mit diesem bundesweit ersten Programm hatte sich Jäger als "Pionier" betätigt und nach Meinung der Zeitung ein "vorbildhaftes Präventionsprogramm" geschaffen, das inzwischen oft kopiert werde.

Prävention war bei dem vormaligen Innenminister ein Schwerpunkt seiner Aktivitäten. Vor "Wegweiser" hatte er das Projekt "Kurve kriegen" initiiert, das erzieherischen Einfluss auf junge Intensivtäter nehmen will. Bereits kriminalitätsaffine Kinder werden dort in einer konzentrierten Aktion von Lehrern, Sozialarbeitern, Polizisten und Psychologen früh von weiteren kriminellen Handlungen abgehalten.

Bei 40 Prozent der Betreuten wurde die Zahl der Straftaten seitdem auf null reduziert. Nach Berechnungen der Prognos AG sei sogar Geld gespart worden, da ein Intensivtäter bis zum 25. Lebensjahr Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro verursache.

Der jetzige Innenminister Reul schwärmt laut WamS geradezu von dem Projekt seines Vorgängers: "Es setze Maßstäbe in der Kriminalitätsprävention und in der Verhinderung von Jugendkriminalität." Die Zeitung meint, Jäger habe "die Republik bei der Prävention auf ein neues Niveau gehoben".

Weitere erfolgreiche Präventionsprogramme des NRW-Innenministeriums sind die Initiative "Klarkommen!" (Alternativen zur Straftäterkarriere bei Jugendlichen mit Zuwanderungshintergrund) und das Programm "CrashKursNRW" zur Verkehrsprävention von Fahranfängern. (jugendschutz-info.de 13.12.2017)