02.01.2018

Zweimal WHO

1. WHO könnte übermäßiges Videospielen als Krankheit einstufen

Vor allem bei jungen Menschen gehört Computerspielen zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Doch es birgt auch ein gewisses Suchtrisiko. Maßloses Gamen könnte bald auch als Krankheit anerkannt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO könnte übermäßiges Videospiel künftig als Krankheit einstufen. Darauf weist ein Entwurf der nächsten Liste zur Klassifikation von Krankheiten (ICD-11) hin.

Im Gegensatz zur aktuellen ICD-10 enthält die künftige ICD-11 in der Kategorie „Störungen auf Basis suchtartigen Verhaltens“ den Eintrag 6D11 („Gaming Disorder“). In dieser Kategorie findet sich zum Beispiel auch die Glücksspielsucht.

Als Definition der „Gaming Disorder“ nennt die ICD-11 zum Beispiel „anhaltendes oder wiederkehrendes Digital- oder Videospiel“, bei dem Betroffene die Kontrolle über Häufigkeit, Dauer oder Intensität verlieren. Weitere Symptome seien übermäßiges Priorisieren des Spiels, sodass andere Bereiche des Lebens vernachlässigt werden, oder fortgesetztes Spiel trotz negativer Konsequenzen.

Quelle: www.fr.de (Frankfurter Rundschau) / www.sueddeutsche.de