05.10.2018

FAZ (online)

Kommission soll Konsequenzen aus Staufen ziehen

Die grün-schwarze Landesregierung in Baden-Württemberg will aus dem Staufener Missbrauchsfall politische Konsequenzen ziehen. Welche das sein werden, soll eine Kommission bis Herbst 2019 klären. Der Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, wie es zum dem jahrelangen Missbrauch des Jungen aus Staufen durch Pädokriminelle habe kommen können, müsse „sehr selbstkritisch und mit großer Demut“ aufgearbeitet werden. Die Polizei könne zur Zeit etwa 8000 Missbrauchsfälle nicht aufklären, weil es keine Rechtsgrundlage dafür gebe, dass sich Ermittler mit computergenerierter Kinderpornographie den Zugang zu bestimmten Chat-Räumen verschaffen. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) sagte, die Kommission müsse „alle personellen und strukturellen Fragen“ prüfen.

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