Jugendgewalt

NRW-Präventionprojekt „Kurve kriegen“ wird ausgeweitet

Das NRW-Präventionsprojekt „Kurve kriegen“ wird es ab diesem Sommer an elf weiteren Standorten geben. „Das Projekt wirkt frühzeitig und gezielt Kinder- und Jugendkriminalität entgegen. Und es ist wirtschaftlich“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger Ende Mai in Düsseldorf. Eine von der Landesregierung in Auftrag gegebene Studie der Prognos AG fand jetzt heraus, dass 40 Prozent der Teilnehmer nicht mehr straffällig wurden, nachdem sie das Programm durchlaufen hatten.


Rauchen auf dem Schulhof

Französisches Gericht prüft Ausnahmeerlaubnis

youth 734097 1920YouComMedia • Pixabay.comAuf Frankreichs Schulhöfen ist das Rauchen eigentlich schon seit zehn Jahren verboten. Wer rauchen will, muss das Schulgebäude verlassen. Doch nach den Anschlägen vom 13. November 2015 mit 130 Toten lockerte die Regierung in Paris die Vorgaben. Wie SPIEGELONLINE am 13. April berichtet, verschickten Innen- und Bildungministerien einen Brief, in dem sie den Schulleitern erlauben, eine vorübergehende Raucherlaubnis auf den Schulhöfen zu erteilen. So soll verhindert werden, dass sich Schüler vor dem Schulgebäude versammeln und womöglich ein Anschlagsziel bilden.


Jugendschutzgesetz

Würzburger Gericht entscheidet: Lasertag ist jugendgefährdend

Jugendliche unter 16 Jahren dürfen in Würzburg künftig kein Lasertag mehr spielen. Nach einer Meldung der "Süddeutschen Zeitung" (auf www.sz.de am 14.04.2016) hat das Würzburger Verwaltungsgericht in erster Instanz so entschieden. Ein psychologisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass das Spiel jugendgefährdend sei; das Gericht folgte dieser Argumentation.


Indizierung

Rammstein verklagt Deutschland auf Schadenersatz

Die Rockband Rammstein fordert von der Bundesrepublik Deutschland Schadenersatz in Höhe von 66 000 Euro. Der Grund ist die zeitweise Indizierung des Albums „Liebe ist für alle da“. Eine entsprechende Klage sei beim Landgericht Bonn eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher am 4. April.


Urteil

Verwaltungsgericht bestätigt Spielhallenverbot wegen Jugendschutz

Eine Spielhalle im Bahnhof des Frankfurter Stadtteils Griesheim verstößt nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Frankfurt gegen den Jugendschutz. Wie bei Focus online zu lesen ist, habe die Stadt Frankfurt am 4. März mitgeteilt, dass ein Urteil mit dieser Begründung erstmalig in Hessen gefällt worden ist“. Sie hatte das Verbot erlassen, wogegen der Spielhallenbetreiber klagte. Das Verwaltungsgericht wies die Klage im schriftlichen Verfahren ab, wie die Sprecherin des Gerichts bestätigte.


Studie

In NRW sind mehr Kinder arm als in den meisten anderen Bundesländern.

Nach einer Studie des Forschungsinstituts WSI (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf) leben in Nordrhein-Westfalen immer mehr Kinder in prekären Verhältnissen. Darüber berichtet die Onlineausgabe der Rheinischen Post (rp-online.de) am 19. Februar. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl lebten in NRW mehr arme Kinder als in den meisten anderen Bundesländern. Der Regierungsbezirk Düsseldorf belege mit einer Quote von 25,1 Prozent sogar den zweitschlechtesten Platz in Westdeutschland - nach dem Stadtstaat Bremen, wo der Anteil 33,1 Prozent armer Kinder beträgt. Die niedrigste Kinderarmut verzeichnen die bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern (9,1 Prozent) und Oberpfalz (9,6 Prozent). Hauptursachen für Kinderarmut sind dem WSI zufolge Arbeitslosigkeit der Eltern und das Aufwachsen in Haushalten mit nur einem Elternteil.


Jugendhilfe

Zahl der Kinder in Heimen hat sich fast verdoppelt

Immer mehr Kinder in Deutschland kommen nach einem Bericht der Tageszeitung Die Welt bei Pflegeeltern oder im Heim unter. Im vergangenen Jahr wurden demnach mehr als 48 000 Minderjährige von den Jugendämtern in ihre Obhut genommen. 2005 seien es etwa 26 000 gewesen, wie die Zeitung am 29. Dezember 2015 unter Berufung auf eine noch unveröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berichtete (www.welt.de).


Schulsozialarbeit

Bundeskongress fordert bundesweit 60 000 Stellen mehr

Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Wissenschaftler fordern eine massive Ausweitung der Schulsozialarbeit in Deutschland. Die Zahl der Stellen müsse von heute 10 000 auf 70 000 vervielfacht werden, jede Schule brauche mindestens einen Sozialarbeiter. Auf einen Sozialarbeiter kämen dann etwa 150 Schüler.


Erziehung

Welche Strafe wirkt bei jedem Teenager?

738422 web R by einstellungstest polizei zoll.de pixelio.deBild: pixelio.de • einstellungstest polizei zoll.deNormalerweise soll man Strafen in der Erziehung vermeiden, so gängige Pädagogen-Meinung. Um das Verhalten von Kindern zu steuern, sind Belohnungen sinnvoller. Und wenn doch mal bestraft wird, dann sollte die Strafe direkt mit der Verfehlung zusammenhängen. Beispiel: Kommt der Nachwuchs später nach Hause als vereinbart, empfiehlt es sich, die Ausgehzeit zu kürzen.


Lebensqualität

Trotz hohem Lebensstandard: Deutsche Kinder sind oft unzufrieden

Kinder genießen in Deutschland eine vergleichsweise hohe Lebensqualität, ihre Zufriedenheit liegt jedoch unter dem OECD-Durchschnitt. Das ergibt sich aus der Studie „Wie lebt es sich in Deutschland?“, die die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD – www.oecd.org) am 14. Oktober 2015 in Berlin vorstellte. Demnach haben Kinder hierzulande „tendentiell bessere materielle Lebensbedingungen als der Durchschnitt der Kinder in der OECD“.

Allerdings lebe fast jedes dritte deutsche Kind (31,7 Prozent) nach eigenen Angaben in Wohnungen mit Lärm-, Abgas- oder Geruchsbelästigung, also unter unzureichenden Umweltbedingungen. Der OECD-Durchschnitt liegt hier bei 21,6 Prozent. Und jedes zehnte Kind (10,2 Prozent) gab an, in den zurückliegenden beiden Monaten mindestens zweimal gemobbt worden zu sein; dies entsprach dem OECD-Durchschnitt. (jugendschutz-info.de 26.10.2015)


Flüchtlingskinder

„Jugendämter stoßen an ihre Grenzen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen richtet sich auf einen starken Anstieg der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in diesem Jahr ein. Nach Schätzungen sind bereits 5000 junge Menschen ohne ihre Eltern nach NRW gekommen. Angesichts der aktuellen Dynamik sieht die neue NRW-Familienministerin Christina Kampmann (SPD) die Jugendämter vor einer großen Herausforderung gestellt. Dem Kölner Stadt-Anzeiger (16. Oktober - www.ksta.de) sagte sie, dass die besonders betroffenen (Groß-)Stadtjugendämtern, wie Köln, Dortmund, Aachen, Münster und Bielefeld entlastet werden sollen. „Dort stößt man schon jetzt an eine Grenze – auch bei der Unterbringung“.

Schon Ende September hatte ihre Vorgängerin im Ministeramt, Ute Schäfer, angekündigt, dass ab dem 1. November die Verteilung für die Flüchtlingskinder gleichmäßiger erfolgen soll: Die Jugendlichen sollen über das ganze Land verteilt werden – bei den NRW-weit 186 Jugendämtern. Das Landesjugendamt Rheinland soll die Verteilung organisieren. (jugendschutz-info.de 26.10.2015)

Jugendschutz-Hotline

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die Jugendschutz-Hotline:

0221/92 13 92-33

auskunft@mail.ajs.nrw.de

AJSArbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz
Landesstelle NRW. e.V.

(gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen)

Jugendschutz-Forum

42018

Ausgabe 2-2019

des Jugendschutz-Forum:

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Für einen starken Kinder- und Jugendschutz Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz.

Positionspapier 1

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