Bundesprüfstelle

Computerspiel „Fallout 3“ von der Indizierungsliste gestrichen

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat das Computerspiel „Fallout 3“ aus der Liste der indizierten Medien gestrichen. Die Initiative war vom Distributor des Computerspiels, der ZeniMax, beantragt worden. Der juristische Vertreter von ZeniMax hatte argumentiert, dass Nachfolger des Rollenspiels trotz gleichen Spielprinzips als nicht jugendgefährdend eingestuft worden sind.


Medien

„TOP 10 der vernachlässigten Nachrichten“

Die deutschen Medien haben nach Auffassung der „Initiative Nachrichtenaufklärung“ im vergangenen Jahr über wichtige Themen kaum oder gar nicht berichtet. An erster Stelle nennt die Initiative die „Finanzierung von Atomwaffen“. Eine 2015 erschienene Studie habe zehn deutsche Banken und Versicherungen gelistet, die Milliarden in Konzerne investieren hätten, die Atomwaffen entwickeln, herstellen und warten.


Computerspiele

USK Prüfstatistik 2015

Ifreigaben vergleich2015n den klassischen Prüfverfahren der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle in Berlin) wurden im vergangenen Jahr 1828 Altersfreigaben für Computerspiele auf der Grundlage des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) erteilt (2014 = 2014 und 2013 = 2088 Prüfverfahren). Wie die USK auf ihrer Internetseite mitteilt (www.usk.de), ist die Verteilung der Altersfreigaben nach den bekannten Altersgruppen weitestgehend so geblieben wie in den Jahren vorher. Nach wie vor werden in drei von vier Verfahren die Kennzeichen USK 0, USK 6 oder USK 12 vergeben. In 7,2 Prozent und damit etwas weniger Verfahren als noch im Vorjahr (2014: 8,5 Prozent) wurde die Freigabe USK ab 18 Jahren erteilt. Erstmals machten die Freigaben mit USK ab 0 Jahren nicht mehr den größten Anteil aus. Stattdessen resultierte aus 30,5 Prozent der Verfahren das Kennzeichen USK ab 12 Jahren. Wie auch in den Vorjahren liegt der Grund dafür in der zunehmenden Abwanderung von Gelegenheitsspielen (Casual Games) und anderen häufig nicht jugendschutzrelevanten Inhalten zu Smartphones oder Tablets.


Jugendschutz

Elterntalk Niedersachsen 2016 – neue Themen an mehr Standorten

Logo elterntalk auf gelborangeÜber 7500 Mütter und Väter haben seit dem Start des Projektes im Oktober 2012 an Elterntalks in Niedersachsen teilgenommen. Elterntalk ist eine Initiative der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) und will Eltern als Experten in Erziehungsfragen ansprechen. Zielgruppe sind Familien, die für klassische Angebote zur Elternbildung schwer erreichbar sind. Um bildungsferne Eltern anzusprechen, werden die Gesprächsrunden im privaten Rahmen organisiert.


Stiftung Medienkompetenz“

Extremismus im Netz hat auch was mit dem Mangel an Medienkompetenz zu tun

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) in Berlin fordert angesichts des Anstiegs fremdenfeindlicher, rassistischer und homophober Beiträge im Internet ein verstärktes schulisches Engagement im Bereich der Medienkompetenzförderung. Mit Blick auf den diesjährigen "Safer Internet Day" (9. Februar) fordert das DKHW von Bund und Ländern den Aufbau einer bundesweiten Förderstruktur von Medienkompetenzprogrammen. Das könnte durch eine von Bund und Ländern gemeinsam getragene "Stiftung Medienkompetenz" erreicht werden, wie es in der Pressemitteilung des DKHW vom 8. Februar heißt http://www.dkhw.de .


Elternverantwortung

Illegales Filesharing: Kinder auf jeden Fall belehren

Welche Pflichten haben Eltern, wenn es um illegales Filesharing ihrer Kinder geht? Im Zweifel müssen sie das für eine Urheberrechtsverletzung verantwortliche Kind benennen, wenn sie einer Strafzahlung entgehen wollen. Sie können sich aber auch dafür entscheiden zu schweigen, müssen dann aber Schadenersatz- und Abmahnungskosten tragen. Das hat das Oberlandesgericht München entschieden (Az.: 29 U 2593/15). Allerdings ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig. Die drei Kinder sind in diesem Fall volljährig.


Jugendämter

Jugendmedienschutz deutlich gewachsen

JSFDer Arbeitsschwerpunkt Jugendmedienschutz in den kommunalen Jugendämtern ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz in Nordrhein-Westfalen (AJS NRW) bei den für den Jugendschutz verantwortlichen Mitarbeitern in den NRW-Jugendämtern hervor. Angesichts der rasanten Entwicklung in der Medienwelt sei dies nicht verwunderlich, stellt Susanne Philipp von der AJS NRW in der aktuellen Ausgabe des AJS FORUM fest (Heft 4/2015). Vor dem Jugendmedienschutz wurde nur die „Suchtprävention“ öfter als Schwerpunktthema angegeben. Hinter diesen beiden wurden Aufgaben zur Gewaltprävention und zur Prävention gegen sexuellen Missbrauch als wichtige Aufgabenschwerpunkte genannt.


Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Kein Jugendschutz-Verstoß bei „Germany’s Next Top Model festgestellt

Auch nach erneuerter Prüfung der TV-Sendung Germany’s Next Top Model ist die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) zu dem Schluss gekommen, dass diese Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung nicht beeinträchtigt. Das Gremium hatte mehrere Folgen der zehnten Staffel geprüft und dabei keine Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) festgestellt. Grund für die Prüfung waren verschiedene Zuschauerbeschwerden, die eine mögliche Förderung von Magersucht durch das Format bemängelt hatten.


Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Im ersten Halbjahr 2015 über 30 Verstöße gegen den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM - www.kjm-online.de) hat im ersten Halbjahr 2015 insgesamt 32 Verstöße gegen die Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) festgestellt. Neun davon kommen aus dem Rundfunk-, 23 aus dem Telemedienbereich. Seit der Gründung im April 2003 hat sich die KJM mit mehr als 6600 Fällen befasst.


Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Fremdenfeindliche Hetze in sozialen Netzwerken: Verstöße werden konsequent geahndet

Der stetig steigende Flüchtlingsstrom schlägt sich im Internet in einer steigenden Zahl von rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Beiträgen in sozialen Netzwerken nieder. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) (www.kjm-online.de) und die an sie angebundene Stelle jugendschutz.net (www.jugendschutz.net), die für die Vorabermittlung bei Telemedienfällen zuständig ist, verzeichneten dazu den Sommer über einen Anstieg von Fällen und Nutzerbeschwerden.


Gutes Aufwachsen mit Medien

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz begrüßen und unterstützen die von der Jugend- und Familienministerkonferenz genannten Feststellungen (https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf) zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien. Wir unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Wir freuen uns über die Würdigung unserer langjährigen Arbeit, diese zur Wirkung zu bringen. Wir werden unsere Angebote aktiv und nachhaltig weiterentwickeln, um die genannten Potentiale noch stärker zur Geltung zu bringen. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sind vor allem ausreichende und verlässliche Ressourcen bei den kommunalen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe eine unverzichtbare Voraussetzung.

Jugendschutz-Hotline

Fragen zum Jugendschutz?
Wir empfehlen
die Jugendschutz-Hotline:

0221/92 13 92-33

auskunft@mail.ajs.nrw.de

AJSArbeitsgemeinschaft
Kinder- und Jugendschutz
Landesstelle NRW. e.V.

(gefördert aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen)

Jugendschutz-Forum

42018

Ausgabe 1-2019

des Jugendschutz-Forum:

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Für einen starken Kinder- und Jugendschutz Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz.

Positionspapier 1

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