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Jugendarbeitsschutz    •    4. Sep. 2017

Azubis in Sachsen – immer mehr machen Überstunden

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hat eingeräumt, dass in vielen Betrieben des Freistaats gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz verstoßen wird.

Wie die Leipziger Volkszeitung (www.lvz.de ) berichtete, stellen die Nichteinhaltung von Pausen- und Ruhezeiten, die Nichteinhaltung der Fünf-Tage-Arbeitswoche sowie fehlende oder ungenügende Arbeitsschutzunterweisungen und gleichzeitig immer weniger Kontrollen die Hauptprobleme dar. Das geht aus einer Antwort des Sächsischen Wirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor.

Eine mögliche Erklärung für den Status quo könnte darin liegen, dass die Kontrollen durch die Abteilung Arbeitsschutz bei der Landesdirektion Sachsen (LDS) in den vergangenen Jahren aufgrund von Stellenkürzungen kontinuierlich gesunken sind. Wurden 2007 noch 755 Betriebe geprüft und dabei 220 Mängel festgestellt, so waren es im vergangenen Jahr gerade mal 157 mit 48 Beanstandungen. Das Verhältnis, wonach etwa bei knapp jedem dritten Unternehmen Mängel aufgedeckt wurden, blieb dabei gleich. (veröffentlicht auf jugendschutz-info.de 04.09.2017)

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